Was ist SPI ?

Was ist STRESS PRESS?
Einführung für Neu-Stresser
Im Jahre 1976, also vor nun 41 Jahren, wurde DIE Motorrad-Untergrundzeitung gegründet:
STRESS PRESS INTERNATIONAL (SPI).
Die Leser nennen sich selbstbewusst Stresser. Sie fahren mit ihren Motorrädern durch alle Kontinente. Ein Lagerfeuer findet sich immer, an dem man mit Gleichgesinnten Benzin reden kann.
Viele der Stresser schreiben ihre Motorraderlebnisse auf und senden sie an ihre Zeitung: redaktion(at)stresspress.de. Veröffentlicht wird in SPI alles! Ob es sich um einen Dreiwochentrip nach Indien handelt oder ein dreimonatiges Motorradersatzteilbestellerlebnis, spielt dabei keine Rolle. Keiner der Schreiber ist ein Profi. Der Stresser ist Motorradfahrer mit Leib und Seele, das genügt. Tausende von Geschichten haben die Leser bisher in ihrer SPI veröffentlicht. Spannende, witzige, traurige, aktuelle — aber auch mal völlig Unsinnige. Alles gehört zum Motorradfahrerleben und deswegen auch in die „STRESS PRESS International“ (so der offizielle Titel).

laverda_v1Idealismus wird praktiziert. Alle, die sich engagieren möchten, können mitarbeiten. Unprofessionell, aber mit Herz und Seele. Übrigens: Nach Bezahlung hat noch keiner gefragt.
Viermal pro Jahr erscheinen die gesammelten Geschichten in einem bis zu 100 Seiten starken DIN-A5-Heft. In SPI gibt es keine Farbe und großformatigen Bilder. Das ist nicht nötig, hierfür springt die Phantasie der Stresser ein.
Nach über 40 Jahren (!) kann man wohl mit Recht sagen: STRESS PRESS ist eine wirkliche Erfolgsgeschichte! Und solange es Abenteurer auf dem Motorrad gibt, wird die STRESS PRESS den Kreis ihrer Leser begeistern.
hayabusa im schnee

 

 

 

 

 

STRESS PRESS, das ist der Unterschied zwischen Motorrad HABEN und Motorradfahrer SEIN.*

SPI-Rückseite
Rückseite der SPI seit Nr. 2

Im schwedischen Anderstorp war’s, im Jahre des Zündfunkens 1976. Eine Gruppe deutscher Motorradfahrer wollte ins Fahrerlager des Grand-Prix-Laufs. Doch das ging nur mit Presseausweis. Flugs gründeten die Jungs den Namen einer fiktiven Zeitschrift: STRESS PRESS International – und wurden tatsächlich eingelassen.
Des Erfolges froh, beschloß die Gruppe, der Erfindung Realität folgen zu lassen: In die Bundesrepublik zurückgekehrt, wurde die erste Nummer der Zeitschrift aus der Taufe gehoben. Niemand hätte damals gedacht, daß dem Insider-Blättchen eine Zukunft beschert wäre. Doch Ausgabe auf Ausgabe folgte, fand Freunde und Leser in allen deutschsprachigen und anderen Ländern und hat sich seit langem zur (fast) regelmäßigen Vierteljahreszeitschrift gemausert.
Über
– 40 Jahre älteste und einzige Untergrund-Motorradzeitschrift Deutschlands,
– 40 Jahre Unabhängigkeit von Verlagen, Redakteuren, Planung und Vierfarbdruck,
– 40 Jahre gnadenloser und unzensierter Abdruck aller Einsendungen: Das sind über 480 Monate zukunftsweisende Gedanken oder geballter Unsinn, über 2000 Wochen banges Warten aufs nächste Heft, das sind über 14.000 Tage Gier nach mehr. So sehen die ehrenamtlichen Macher des Heftes heute sich selber – in aller Bescheidenheit.
Denn das Besondere an STRESS PRESS ist: Es gibt keine Redaktion, nur Leser. Oder: Keine Leser, nur Redakteure. Abgedruckt wird nämlich jeder Beitrag, egal von wem, egal wie gut oder schlecht, wenn er nur irgend etwas mit Motorrädern zu tun hat.
Die DIN-A-5-Zeitschrift zeichnet sich aus durch Kompetenz im Inhalt und Dilettantismus in der Form. Weitere wesentliche Merkmale sind:
Es gibt keine wie auch immer geartete Organisationsform.
Es wird nichts zensiert.
Alle Chefredakteure der großen Motorradzeitschriften lesen SPI heimlich unter der Bettdecke im Licht ihrer MagLite.
Verschiedene bekannte Persönlichkeiten der Motorradszene kommen aus Stress-Press-Kreisen.
SPI-Leser betrachten sich daher augenzwinkernd als „Elite der Motorradfahrer“ und sind selbst erstaunt, daß ihre Zeitschrift und die Idee („Auf allen Straßen der Welt“) ohne jeglichen Verein, Club, Statut oder juristische Form bis heute lebt.
Aber vielleicht gerade deswegen.                                         Archiviert von Hans aus Großsachsen

 

HIer der Text aus der ersten Ausgabe der SPI, Nr 1 vom Juni 1976

Vorderseite Nr. 1
Vorderseite SPI Nr. 1

Es waren einmal zwei Leutchen, die im Sommer 1975 beim Grand-Prix in Anderstorp saßen und mal wieder fürchterlich im Stress waren (für Unkundige: STRESS könnte man übersetzen mit: Saufen – Trinken – Rumwohnen – Essen – Schlafen – Saufen).
Als sie dann noch von einem befreundeten englischen Motorradjournalisten Presseausweise erhielten, mit denen sie das Fahrerlager heimsuchen konnten, stand der Name für sie fest: STRESS-PRESS. Nach und nach kamen dann immer mehr Leute dazu, Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen aus ganz Deutschland, Holland, der Schweiz, Österreich und Dänemark, die, wie die beiden ersten, Spaß an Touren und Treffen etc. haben.
Im Laufe eines Jahres bildete sich daraus das STRESS-PRESS-TOURING-TEAM. Eine kleine Gruppe innerhalb dieses Teams hat sich dann entschlossen, dem Namen gerecht zu werden und eine Zeitung herauszugeben. In dieser sollen Berichte und Tips, „Schoten“ und Stories, also lustige und ernste Geschichten, veröffentlicht werden.

Die erste Ausgabe hat das STRESS-PRESS-TOURING-TEAM alleine fabriziert, für die weiteren Ausgaben sollen aber Beiträge von Euch kommen. Wir hoffen, daß Euch die Zeitung gefällt und Ihr uns kräftig unterstützt, ansonsten sagen wir: „Ich hoffe, daß die Form und die Art meines verstreßten Humors unsere Leser anspricht. Wenn nicht, machen wir ein Kirchenblatt daraus!“ (Zitat von Sausi)
Iris Roloff (heute Iris Kraas) und Godber Kraas
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Das Titelbild der ersten STRESS-PRESS-International wurde schon von der zweiten Ausgabe an ersetzt durch ein Logo für Vorder- und Rückseite, welches heute noch den Umschlag des Heftes ziert.
Auch eher selten in unserer schnellebigen Zeit.